MotorYacht HomeOffice 

Eine böse Überraschung

12. April 2016 | Allgemein | Permalink

Im vorigen Beitrag habe ich über eine Verzögerung beim Start geschrieben … nun das war ein böser Unfall, der direkt neben unserem Liegeplatz (Nachbarbox) passiert ist.

Über das wie und warum will ich mich hier nicht groß auslassen … nur so viel, dass es mit Feuer, schweren Verletzungen und großem Sachschaden zu tun hatte.

Und der Grund warum ich es hier überhaupt erwähne ist, dass Alle die in der Nähe waren seitdem ihre eigene Sicherheit und Vorsorge überprüfen bzw. verbessern.
Dabei geht es um die Funktionsbereitschaft der Feuerlöscher, Löschdecken und ähnlicher Dinge; Bordapotheke und Verbandmaterial; die Installation bzw. Prüfung von Rauch- und Gaswarnern und eine Überprüfung der Gasinstallation durch einen Fachmann.

Ist vielleicht einfach ein Denkanstoß für das eigene Schiff, Camper, Haus, …

Die erste Tour 2016

12. April 2016 | Reisen / Trips | Permalink

Mittlerweile gab es auch die erste Tour der neuen Saison.

Nach einer nicht vorhersehbaren Verzögerung beim Start haben wir es am vergangenen Dienstag geschafft loszukommen. Da wir nicht so früh in die Gänge kommen sind wir um die Mittagszeit die Maas hinab losgefahren. Im Stadthafen von Venlo haben wir dann übernachtet und abends ein wenig die Venloer Altstadt genossen.

Am Mittwoch sind wir dann bis Mook gekommen und haben im Hafen „Eldorado“ übernachtet.

Donnerstag ging es nach Maasbommel wo wir im Vereinshafen vom „WSV de Gouden Ham“ eine angenehme Nacht verbracht haben.

Freitags sind wir dann durch den Maxima-Kanal in die Zuid-Willemsvaart gefahren und haben abends im pittoresken Stadthafen von Veghel übernachtet. Der ist wirklich gut gelegen – mitten drin … Essen, Trinken und ein großer Jumbo Markt. Und ein Hafenmeister der auch in der „Vorsaison“ um 19 Uhr für ein Schiff noch ´rauskommt (wichtig für den Code für´s Hafen Tor!).

Da es nun langsam Zeit wurde vorwärts zu kommen wollten wir es dann am Samstag bis zum Abend (bis 20 Uhr ist es hell) nach Wessem zurück kommen um den Sonntag entspannt im Hafen ausklingen zu lassen.
Hatten wir uns so gedacht … Zu Beginn lief auch Alles gut – nachdem wir uns bei der ersten Schleuse angemeldet hatten, „verfolgte“ uns der Schleusenmeister wohl auf unserer Tour und öffnete alle Schleusen und Hubbrücken vor uns, ohne dass wir warten mussten – ein ganz toller Service!
Als wir dann aber so gegen 16:45 bei Schleuse 10 ankamen sahen wir Rot über Rot bei den Schleusenampeln und es reagierte Niemand mehr auf unseren Ruf. In der Karte (ANWB App) sahen wir dann, dass die Schleusen dort Samstags um 16 Uhr Feierabend machen … und wir somit auch. Vor Schleuse 10 im Nichts.

Am Sonntag sind wir dann ausnahmsweise mal früh los – um 9 Uhr (Beginn der Schleusenzeiten) waren wir parat um halb 10 war auch der das Bedienpersonal soweit, uns durchzuschleusen. Und wiederum wurden wir „beobachtet“ und die Schleusen und eine Brücke gingen wie von Zauberhand betätigt vor uns auf. Lediglich die beiden letzten Schleusen brauchten dann wieder eine Anmeldung, was aber über Mobiltelefon auch gut funktioniert.
Um halb 3 waren wir dann wieder am heimatlichen Liegeplatz angekommen und haben noch ein wenig „Klar Schiff“ gemacht und sind dann heimgefahren.

Das war eine schöne Tour und wir freuen uns auf die nächsten – vielleicht klappt ja Friesland noch dieses Jahr …

Frühling in Roermond

22. März 2016 | Allgemein | Permalink

Hier mal als eine Impression unserer „Saisoneröffnungs-Tour“ ein Foto vom Stadtpier in Roermond.
Das Datum im Foto ist falsch – es war der 17. März 2016

Roermond

Freude herrscht!

8. März 2016 | Allgemein | Permalink

Adolf Ogi´s unsterbliche Worte drücken es schön aus, wie ich finde:

Am kommenden Wochenende geht es endlich los … unsere private Saisoneröffnung.

Wir haben nächste Woche Urlaub und die Wetterprognosen sind nicht übel – klar kein Hochsommer aber für ein paar Tage auf dem Schiff wird es allemal reichen.
Am Freitagnachmittag holen wir noch ein paar überflüssige Sachen vom Schiff und schaffen gleichzeitig schon mal einen Teil unserer Sachen für die Woche an Bord.

Und ab Samstag wollen wir dann dort bleiben – mal sehen wie lange es uns gefällt.

Winterpause

23. Februar 2016 | Allgemein | Permalink

Auch dieser unmenschliche Zustand (Ein Leben ohne Boot ist zwar möglich … aber völlig sinnlos!) findet so ganz langsam sein Ende.

Die notwendigen technische Arbeiten für die neue Saison sind erledigt (incl. einem zwar unschönen aber dank einem Stück feuchten Toilettenpapier notwendigen Zerlegen der Toilette). Nun ja – vorbei!

Der Dieseltank ist voll und alle sonstigen Putz-und Flickarbeiten sind soweit erledigt. Und wir haben bereits begonnen, das Schiff wieder auszurüsten – vorerst allerdings noch mit Non-Food Artikeln und haltbaren und unempfindlichen Lebensmitteln wie Pads für die Nespresso und so.

Nun stehen noch der große Frühjahrsputz und diverse Arbeiten an, die aber nicht zeitkritisch sind. So wollen wir zum Beispiel die Teppichböden am Aussensteuerstand erneuern, den Instrumententräger dort ebenfalls erneuern und einen Ölwechsel durchführen.

Lebenszeichen (aus 2015)

23. Februar 2016 | Die Anfänge | Permalink

Nahezu 2 Monate sind seit meinem letzten Beitrag vergangen … eine durchaus ereignisreiche Zeit.

Zum Einen bin ich umgezogen – 20 Kilometer näher ans Schiff 🙂 aber auch 20 Kilometer weiter weg vom Job. Aber mit der halben Stunde Arbeitsweg kann ich, jedenfalls im Moment, ganz gut leben. Allerdings ergab sich die Möglichkeit umzuziehen recht kurzfristig sodass eine vernünftige Planung auf der Strecke blieb und alles mit viel Aufwand zu erledigen war. Dabei waren mir meine Stegnachbarn eine wirklich große Hilfe.
Allerdings blieb das Aussortieren und Entsorgen vor dem Umzug auf der Strecke – das muss ich nun beim Einräumen erledigen. Nicht sehr effektiv. 🙁

Dann habe ich noch mein Auto verkauft und mir ein anderes zugelegt. Nun deutlich „vernünftiger“ und wesentlich günstiger (5 statt 8 Zylinder mit entsprechender Ersparnis bei Benzin, Steuer und Versicherung).

Naja, und dann noch ein Fulltime-Job nebenbei … wobei ich mir in der heißen Phase des Umzugs ein paar Tage Urlaub genommen habe.

Bei alldem war ich wirklich froh über die Gelegenheit, an den Wochenenden ´rauszukommen – einfach auf dem Boot zu sein, mit meinen Stegnachbarn „abzuhängen“ und Abends ein wenig zu feiern. Auch dort gab es ein wenig zu tun – bei HomeOffice musste ich die beiden Batterien im Bug, die im Wesentlichen das Bugstrahlruder versorgen, austauschen. Nachdem ich bereits Anfang Jahr die beiden Verbraucherbatterien im Maschinenraum tauschen musste, haben nun auch die beiden im Bug „den Geist aufgegeben“. Und ohne den Bugstrahler ist mir das Anlegen alleine einfach zu stressig – bei ablandigen Seitenwind extrem schwierig. Aber das ist weniger Arbeit als Vergnügen. So wie Schiff putzen oder sonstige Arbeiten dort auch. Das empfinde ich mehr als Erholung.

Und so konnte ich das schöne Wetter der letzten Wochen ausnutzen – zumindest von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abends. Nun sehen wir mal, was uns der heute beginnende (meteorologische) Herbst an Wetter bringt – vielleicht wird es ja ähnlich schön wie im vorigen Jahr. Da war ich Ende Oktober / Anfang November bei schönstem Wetter noch unterwegs.

Veränderungen … (aus 2015)

23. Februar 2016 | Die Anfänge | Permalink

Ein paar Dinge habe ich an HomeOffice noch erledigt:

Zum einen ist der Steuerstuhl mit seiner Unterkonstruktion nun abmontiert um im Keller verstaut. Weiterhin habe ich das (bei mir) Augenkrebs hervorrufende Lenkrad / Steuerad aus Stahl mit einer Kunststoffummantelung in Graubraun gegen ein Edelstahlrad mit Mahagonieummantelung ausgetauscht. Sieht richtig edel aus 🙂

Und macht Lust darauf, auch die Platte des Steuerstands (momentan eine mit Kunstleder überzogene Holzplatte unbestimmter Herkunft) ebenfalls gegen Mahagonie auszutauschen. Einer meiner Stegnachbarn hat einen Schreinerbetrieb und würde mir das zu einem bezahlbaren Preis realisieren.

Dann habe ich noch den Austausch der Trenndioden zwischen Lichtmaschine und den Batterien gegen eine Kombination aus Laderelais und Trenndioden vor (zur Vermeidung des Spannungsverlusts damit die Batterien vernünftig von der Lima geladen werden) und den Einbau eines sogenannten Zinksavers. Das ist eine galvanische Trennung für den Landstromanschluss um galvanische Korrosion am Rumpf zu vermeiden.

Die ersten beiden Wochenenden auf dem Schiff waren übrigens toll – zwar ein wenig „schattig“ in der Nacht aber ansonsten wieder wie Kurzurlaub.

Läuft! (aus 2015)

23. Februar 2016 | Die Anfänge | Permalink

Diese erfreuliche Überschrift gilt gleich für mehrere Dinge:

Zum einen ist die Saison gestartet und es beginnt langsam der Betrieb im Hafen und auf dem Wasser. Gleichzeitig bezieht es sich auf HomeOffice direkt – ich habe in der vorigen Woche die ersten Fahrten nach der Winterpause unternommen. Ein paar Sekunden Vorglühen, Schlüssel in Startposition und der Motor lief. Und auf den Fahrten hatte ich das Gefühl, das es weniger Vibrationen im Antrieb gab (siehe 2014).

Die Heizung funktioniert nach leichten Startproblemen auch gut – beim ersten Probelauf fing sie nach kurzer Zeit an, Rauch im Schiff zu produzieren. Auf Anraten meines Bekannten (der mit dem Dieselschlauch und so) habe ich sie dann mal 3 Stunden laufen lassen und dazu die Klappe zum Maschinenraum (wo die Dieselheizung montiert ist) offen gelassen und einen Ventilator darunter gestellt. Jetzt qualmt sie wieder brav nur durch den Auspuff nach draussen.
Immerhin habe ich gelernt, dass ich die Heizung immerwieder mal laufen lassen sollte – auch wenn das Wetter es eigentlich nicht hergibt. Standschäden scheinen auch hier eine häufige Erscheinung zu sein.

Von den Dingen, die ich mir noch vorgenommen hatte, sind die folgenden erledigt: die Schwelle vom Bad ist erhöht, eine gründliche Reinigung innen und aussen hat stattgefunden und die dringenden Ausbesserungen in der Lackierung habe ich erledigt. Ich werde da wohl noch etwas weiterpinseln … aber das ist Kosmetik.
Und für mein iPad habe ich eine Displayfolie gefunden, die es anscheinend endlich ermöglicht, auch im Freien und bei Helligkeit etwas auf dem Pad zu erkennen – damit habe ich jetzt auch einen grossen Kartenplotter mit Navionics und den ANWB Karten.

Die Schaltung am Aussensteuerstand ist noch dieselbe aber die Züge haben wir reguliert und sie schaltet jetzt präziser und der Dieselgeruch scheint sich von Alleine verflüchtigt zu haben.

Bett- und sonstige Wäsche sowie das Lebensnotwendige (Bier, Wein und Genever) ist wieder an Bord und die erste Übernachtung gab es auch schon.

Dann braucht es jetzt in der Hauptsache noch ein wenig schönes Wetter, Freizeit und immer eine Handbreit … Wasser unter dem Kiel / Sprit im Tank / Schnaps in der Buddel!

Saisonvorbereitung (aus 2015)

23. Februar 2016 | Die Anfänge | Permalink

Das erste Jahr ist um – und die erste Winterpause nähert sich ihrem Ende. Das Wetter probt schon fleissig für den Frühling (metereologisch ist es ja schon soweit) und die notwendigen Arbeiten für die neue Saison sind bereits weit fortgeschritten.

Technisch ist HomeOffice nahezu fahrfertig – der Dieselschlauch ist endlich erneuert und die Bilge wurde trockengelegt (im wahrsten Sinne des Wortes … Babywindeln eignen sich hervorragend zur Trocknung). Der Dieseltank ist voll und 2 Verbraucherbatterien sind erneuert. Eine Kontrolle des Motoröls ergab, dass ein Wechsel nicht notwendig ist (ich bin eh nur ein paar Stunden gefahren seit dem letzten Wechsel im vorigen Jahr) und Luft- und Kurbelgehäusefilter habe ich erneuert.

Jetzt steht noch eine Erhöhung der Türschwelle vom Bad an (beim Duschen läuft Wasser heraus) und eine der Einhebelschaltungen muss nachgesehen werden weil sie zu viel Spiel hat (natürlich die am Aussenfahrstand, die ich immer benutze). Und der noch vorhandene leichte Dieselgeruch muss aus dem Schiff – da wollen wir mit Ozon ran.

Ansonsten steht das Befüllen des Wassertanks, eine gründliche Reinigung (innen und aussen) und das Ausbessern einiger Stellen in der Lackierung auf dem Programm.
Damit kann ich aber erst ab dem 21.03. anfangen, wenn es wieder Wasser am Steg gibt.

Dann könnte es erstmal losgehen. Für dieses Jahr steht dann noch das Entfernen des Steuerstuhls auf dem Achterdeck an (eigentlich nur 6 Schrauben lösen, aber da die Konstruktion recht schwer und unhandlich ist braucht es 2 Leute dafür) und die Achterkajüte wird etwas umgebaut (aus den 2 Einzelkojen soll eine Große werden).

Der dritte Brand bei Roermond

23. Februar 2016 | Die Anfänge | Permalink

Zum dritten (manche Quellen behaupten sogar zum vierten) Mal hat innerhalb kürzester Zeit ein Hafen / ein Bootslager in und um Roermond gebrannt. Am frühen Morgen des vergangenen Donnerstag war es dann auch im ComfortParc in Wessem so weit.

Man sah zwar den ganzen Tag verschiedene Bilder in der Presse, TV und im Internet aber immer nur den kleinen Ausschnitt des ComfortDock – unter anderem Hafenmeister, Restaurant und der Gästehafen mit den ComfortShips (große Hausboote zum Verkauf / zur Vermietung).

Am Freitag Nachmittag bin ich dann hingefahren und konnte mich davon überzeugen, dass weder HomeOffice noch einem anderen der dort liegenden privaten Boote/Schiffe etwas passiert ist.
Lediglich die ComfortShips sind verschwunden (nachdem sie ausgebrannt sind – „auf Tiefe gegangen“) und die Steganlage des Gästehafens ist grösstenteils zerstört.

Ich werde mich nun nicht an den Spekulationen über eine sog. „Heisse Sanierung“ beteiligen aber eine natürliche Brandursache ist mittlerweile mehr als unwahrscheinlich und wird wohl auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen.
Bleibt zu hoffen, dass die Versicherungsprämien aufgrund der immensen Schäden nicht zu sehr steigen und seien wir dankbar, dass wohl wegen der Brände keine Menschenleben zu beklagen sind.