MotorYacht HomeOffice 

Technische Neuerungen und Wartung

18. Oktober 2017 | Allgemein | Permalink

Die technischen Arbeiten an HomeOffice sowie die die Neuanschaffungen werden nunmehr auf der Seite Das Schiff nach Kalenderjahren sortiert fortgeschrieben.

Damit behalten wir einen vernünftigen Überblick welche Arbeiten wann durchgeführt wurden (und wann wieder fällig sind) und haben – falls wir uns jemals von HomeOffice trennen sollten – auch gleich eine Historie.

Und weiter ging es …

21. September 2017 | Allgemein, Reisen / Trips | Permalink

Der Rest unserer Sommertour verlief in Sachen technische Pannen geradezu ereignislos – langweilig fast. Nicht jedoch in Sachen Geld ausgeben – aber dazu später mehr.

Wir haben ein paar für uns neue Häfen kennengelernt wie zB. Niftrik, Heusden und Drimmelen. Alle wirklich schön und einen definitiv einen weiteren Besuch wert. Das neue Schlauchboot wurde ausprobiert und das Wetter war einigermassen gut. Auf der Rückreise haben wir dann wieder in Tilburg und in Aarle-Rixtel übernachtet. Auch da fahren wir wieder hin. In Heusden und Tilburg hatten wir auch noch Zeit genug für je einen Tag Pause, was wir auch genossen haben.

Wie gesagt, wir hatten Gelegenheit das neue Schlauchi auszuprobieren. Fährt auch wirklich schön mit dem Elektromotor. Was wir allerdings nicht bedacht haben ist die nicht ganz unerhebliche Tatsache dass ich für jede Fahrt 2 x 30 kG Batterien (24V-System mit 100 AH) ins Schlauchi hinein- und nach der Fahrt wieder herauswuchten wuchten muß. Und diese dafür 2 mal über die Schmale Leiter vom Achterdeck über die Badeplattform ins Boot (und retour).
Bevor ich mir zurechtlegen konnte wie ich das der Chefin beibringen sollte sagte sie, das das so gar nicht geht! Viel zu schwer, gefährlich und nicht zumutbar.
Und die Davits die am Boot sind auch Mist – zu kurz und ohne Winde/Kurbel oder Ähnliches.

So sind wir dann auf dem Rückweg von Maasbracht aus erstmal wieder zu Hermus gefahren und haben Elektromotor mit den Batterien zurückgegeben und stattdessen einen 5 PS 4-takt Benziner gekauft. Für den MinnKota mit dern Batterien haben wir einen fairen Preis bekommen und dann gleich noch neue Davits bestellt.

Damit ging dann unser Urlaub zu Ende – alles in Allem trotzdem erholsam und wir freuen uns auf die nächsten Fahrten.

Allerdings ist das Jahr in Sachen Investitionen noch nicht vorbei …

Die neuen Abenteuer

21. September 2017 | Allgemein, Reisen / Trips | Permalink

Für Ende August haben wir dann eine Tour geplant. Die Route sollte ähnlich wie im letzten Jahr sein aber mit ein paar anderen Stationen und 2 Wochen dauern – dabei waren einige Ruhetage eingeplant. Der grobe Plan war die Maas hinab zu fahren bis Drimmelen und über Wilhelmina-Kanal und Zuid-Willemsvaart bis Maasbracht und dann über die Maas nach Beesel zurück.

Und wir hatten uns entschlossen uns ein Schlauchboot mit Motor zuzulegen. Der Wassersporthändler (und Servicebetrieb und Marina) Hermus in Roermond hatte an einem Samstag zum Ausprobieren diverser Schlauchis und Motoren eingeladen und wir hatten uns für die Kombination aus einem nicht ganz billigen aber dafür leichtem und stabilen Hochdruck-Luftboden-Schlauchboot mit einem Elektromotor entschieden. Die Probefahrt zeigte dass das ausreichend schnell und insbesondere für die Chefin kinderleicht zu handeln ist. Der Motor war ein MinnKota mit 1kW.

Der Plan war nun also am Freitag Abend nach Maasbracht zu fahren und am Samstag Morgen das neue Schlauchi mit Motor bei Hermus abzuholen und von da aus die Tour zu starten.
Am Samstag morgen merkten wir dann, dass das Bugstrahlruder nicht mehr ging. Und ohne das wollten wir nicht in den Urlaub starten. Also haben wir in Maasbracht die Firma angerufen, die uns damit bereits im Vorjahr geholfen hatte. Die sind wirklich hilfsbereit aber erwartungsgemäß war Samstag Nachmittags dann nichts mehr zu machen und so sind wir zurück nach Maasbracht gefahren. Wir hatten ja Urlaub und somit Zeit.
Am Montag kam dann der Mechaniker und nahm den Motor vom BSR (Bugstrahlruder) mit und brachte den am Dienstag zurück – lief wieder.

Wir sind dann am Dienstag noch losgefahren und in der Schleuse Belfeld kam dann das nächste Abenteuer. Beim Losfahren aus der Schleusenkammer heraus versagte wieder die Schaltung. Diesmal funktionierte das Gesgeben aber es ließ sich kein Gang einlegen.So eine Scheixxe!
Nach einigen Diskussionen hat uns die andere Yacht, die mit uns geschleust ist aus der Kammer an den Wartesteiger geschleppt. Obwohl sie ungefähr gleichgroß war hatte das Eignerpaar Angst um sein Schiff und hätte uns am Liebsten in der Kammer liegen lassen. Das war dem anwesenden Schleusenpersonal aber gar nicht Recht – zu unserem Glück.
Wie auch immer … am Wartesteiger haben wir dann den Mechaniker angerufen der im Frühjahr die Schaltung instand gesetzt hatte und mittels telefonisch geleiteter Fehlersuche konnten wir das Problem identifizieren und auch beheben.
Eine Kleinigkeit: die Klammer, die die ganze Schaltmimik am Getriebe festhält hatte sich gelöst und ist seitdem mit einer Schelle bombenfest gesichert.
Also weiterfahren nach Venlo – dort wollten wir im Stadthafen übernachten. Bei der Einfahrt in eine etwas ungünstig liegende Box (der letzte frei Platz dort) merkten wir, dass das BSR wieder nicht ging.
Mittlerweile wegen des Pechs etwas abgestumpft haben wir kommentarlos den Hafen verlassen und sind weitergefahren zum Vereinshafen Venlo weil man dort problemlos ohne BSR anlegen kann.
Dort haben wir noch den Reparaturbetrieb aus Maasbracht angerufen und uns wurde schnelle Hilfe zugesagt. Um es auch hier kurz zu machen … am nächsten Tag sind wir mit einem neuen Motor für das BSR dann endgültig zu unserer Tour aufgebrochen.

PS Die Rechnung in Sachen BSR die wir 3 Wochen nach unserem Urlaub erhielten war übrigens fair – den ersten Versuch hat er nicht berechnet.

Das Jahr 2017 …

21. September 2017 | Allgemein | Permalink

Zumindest eins haben wir in diesem Jahr bisher sehr stiefmütterlich behandelt … den Blog. Aber dafür ist einiges passiert und Vieles wurde in Angriff genommen.

Wie vorher erwähnt liegen wir nun in einem Vereinshafen und fühlen uns dort recht wohl. Wie immer im Leben ist nichts perfekt aber am Ende passt es. Was uns nicht so gut gefällt sind beispielsweise die Steganlage und die Sanitäranlagen – beides in Ordnung aber kein Vergleich zur kommerziellen Marina vorher. Wobei die Sanitäranlagen dieses Jahr zum Saisonstart neu gemacht werden sollten – nur sind sie leider immer noch nicht fertig. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass wir auch signifikant weniger bezahlen als vorher. Die Leute sind nett und hilfsbereit aber für meinen Geschmack zu sehr „Stegsegler“ – Wassersport heisst für die meisten: Sonntags nachmittags auf der Vereinsterasse Kaffee trinken. Letztlich aber auch nicht wirklich mein Problem.
Inzwischen haben wir auch unser erstes Hafenfest dort erlebt … und das war richtig schön. Ging los mit einer gemeinsamen Ausfahrt mit geschmückten Booten und danach gab es Party mit Livemusik.
Und einen anderen Liegeplatz haben wir nach einigem hin und her auch bekommen – aufgrund unserer Größe liegen wir nun am Kopfsteg aussen – Pole Position! Einer von vier richtig guten Plätzen dort.

Und nun zu HomeOffice herself … da ist viel passiert. Im Frühjahr wollten wir zu einer kurzen Tour aufbrechen und beim Losfahren ging plötzlich die Schaltung nicht mehr – der Hebel liess sich nahezu ohne Widerstand bewegen. Gottseidank waren wir noch nicht aus unserer Box heraus so dass wir wieder festmachen und Hilfe herbeirufen konnten.
Um es kurz zu machen: 2 neue Gaszüge, 2 neue Schaltzüge und eine neue Einhebelschaltung. Die alten Züge waren einfach rott und die Schaltung hatte mich schon immer gestört – abgerockt und unpräzise. Einfach alles Verschleiss und nichts aussergewöhnliches.
Bei der Gelegenheit haben wir einen neuen Mechaniker kennengelernt und da uns seine Art und Arbeit überzeugt haben wird er sicher noch viel für uns machen.

Bei der nächsten Ausfahrt waren wir kaum aus dem Hafen heraus als wir ein Unterwasserhindernis gerammt haben. Wir konnten zwar in den Hafen zurück fahren aber das Ergebnis war eine beschädigte Antriebswelle und eine Unwucht in der Schraube.
Nun kam also unser neuer Mechaniker ungeplant schnell wieder zum Einsatz. Er hat HomeOffice in eine Werft gebracht und dort folgende Arbeiten für uns durchgeführt: Einbau neue Schraubenwelle, Propeller bei Gröver richten lassen, Einbau neue Wellendichtung (jetzt wassergeschmiert) mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung der Versicherung (Regulierung schnell und unkompliziert!) und da das Schiff einmal draussen stand wurde gleich noch ein Borddurchlass erneuert und ein paar Elektroarbeiten an der Verkabelung und den Absicherungen durchgeführt – irgendwann wird HomeOffice´s Elektrik noch richtig professionell.
Und da sie grade so schön auf einem Bock stand konnte man sehen, dass der Antifouling-Anstrich nichts taugte und das Unterwasserschiff dringend eine Überholung brauchte. Also wurde dann gleich noch das Unterwasserschiff abgeschliffen, grundiert und mit neuem Antifouling gestrichen. Und das alles in einer Woche -> Chapeau!

Da war sie dann wieder … bereit zu neuen Abenteuern …

HomeOffice zieht um

4. Januar 2017 | Allgemein | Permalink

Seit April 2014 liegt HomeOffice jetzt im ComfortParc in Wessem. Dazu hatte ich entschieden nachdem ich Anfang 2014 nach Liegeplätzen in und um Roermond gesucht habe.

Der ComfortParc war seinerzeit der Hafen mit den schönsten und gepflegtesten Sanitäranlagen, ausgestattet mit breiten und sicheren Steganlagen und preislich sogar eher am günstigen Ende (soweit man bei Hafengebühren in kommerziellen Marinas von günstig sprechen kann).

Im Laufe des Jahres 2016 sind dort, wie teilweise in anderen Beiträgen beschrieben, einige wirklich unschöne Dinge passiert. Da konnte der Betreiber nichts dafür, dennoch hat es uns den Hafen verleidet. Und wie schon kurz angedeutet, ist auch das günstigste Angebot immer noch recht teuer.

Also haben wir uns auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Auf unseren Touren haben wir in verschiedenen Häfen übernachtet und uns dafür entschieden, dass wir möglichst in einen Vereinshafen möchten.
Dafür gab es mehrere Gründe – unter anderem sind die Preise dort ungleich günstiger als in kommeziellen Häfen/Marinas und es gibt dort eine Art von Vereinsleben, dass wir ein wenig vermissen.

Nachdem wir uns verschiedene Häfen daraufhin speziell angesehen haben kamen wir zu der Erkenntnis das viele Vereine nur Mitglieder aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft aufnehmen (eine Auflage der Gemeinden im Pachtvertrag, dafür ist die Pacht dann günstiger) und andere kommerzielle Marinas keine Verbesserung bringen sowie mindestens dan gleichen Preis kosten.

Aber im Herbsr hatten wir dann Glück und haben in Beesel den Verein gefunden, der uns haben will und der uns gefällt. Also sind wir dann ab April 2017 in Beesel im Verein „De Draekevaarders“. Wir sind mal neugierig wie es wird und freuen uns darauf. Preislich werden sich unsere Liegekosten auf ca. 1/3 reduzieren!

Neue Technik….

4. Januar 2017 | Allgemein | Permalink

Wie Peter schon beschrieben hat, haben wir technisch aufgerüstet. Nach dem Brandunfall auf dem Nachbarschiff im April hat sich wohl  jeder  im näheren Umfeld  so seine Gedanken gemacht. Wir haben einen Gasmelder und Rauchmelder angebracht. Sicherlich eine gute Investition.

Zusätzlich habe ich mir angewöhnt die Gasflasche direkt, z. B. nach dem kochen, wieder zu verschließen. Manchmal etwas lästig… aber sicherlich auch eine sinnvolle Handlung.

Die Rauchmelder waren schnell angebracht. Die ursprünglichen Klebepads hielten zwar nicht lange, aber durch Magnetklebepads war dieses Problem dann auch schnell gelöst.

Endlich fielen sie nicht mehr von der Decke! Die Nacht vom 03. auf den 04. Oktober verbrachten wir in Asselt und mussten uns in dieser Nacht doch noch einmal mit den Rauchmeldern beschäftigen.

Gegen 2.00 h nachts wurde ich von einem lauten piepsen wach. Hellwach! Ein Rauchmelder schlug Alarm! Also raus aus der Koje zum Rauchmelder im Bug des Schiffes. Eigentlich kein langer Weg… aber in dieser Situation… Gott sei Dank war schnell klar: Fehlalarm! Kein Rauch, kein Geruch… also konnte der Pulsschlag wieder runtergehen. Dank des Magnetes war der Rauchmelder schnell demontiert und stillgelegt. Einige Minuten sind wir dann aber doch noch wach geblieben um ganz sicher zu sein, dass es nur ein Fehlalarm war und dann wieder schnell zurück ins Bett.

Konsequenz aus diesem Fehlalarm: Wenn wir das Schiff nach einem Wochenende/nach einer Tour verlassen, nehme ich die Batterien aus den Rauchmeldern raus.

Herbsttour 2016

4. Januar 2017 | Reisen / Trips | Permalink

Wir sind zwar durchaus ein wenig unterwegs gewesen – öfter auch nur Wochenendausflüge nach Kessel oder ähnliches … aber da geht immer noch etwas.

So sind wir dann im Herbst noch einmal zu einem kurzen Trip aufgebrochen. Die erste Station war wieder der Stadthafen in Venlo und dort haben wir abends den lokalen Irish Pub und das dort ausgeschenkte Guinness ausgiebig getestet. War gut.
Am nächsten Tag sind wir dann nach Wanssum gefahren. Von dort hatten wir die unterschiedlichsten Sachen gehört – von „ganz nett“ bis „furchtbar“ und waren nun gespannt darauf, uns selber ein Bild zu machen.

Die Zufahrt zum Vereinshafen mit Gastplätzen ist wirklich nicht schön. Man fährt durch einen Industriehafen mit entsprechend trostlosen Panorama. Aber dann, am Ende, öffnet sich die Zufahrt in ein wirklich hübsches Hafenbecken, relativ zentral im Dorf gelegen. Ringsum ist ein grüner Deich und hinter diesem liegen unmittelbar ein Supermarkt, ein China-Restaurant (lecker) und das Hafenbüro mit Vereinslokal und Kneipe. An dem Abend war dort irgendeine Veranstaltung, was aber den Wirt nicht daran hinderte uns ausgiebig mit frisch gezapftem Lindeboom auf der Terrasse mit Blick über den Hafen zu versorgen.

Tags darauf sind wir dann Maas aufwärts wieder nach Venlo gefahren und haben im Vereinshafen übernachtet und sind am nächsten Morgen dann zurück nach Wessem.

Technik 2016

4. Januar 2017 | Allgemein | Permalink

So ein Schiff bringt immer Beschäftigung mit sich. Von den „normalen“ Tätigkeiten wie Putzen und Aufräumen mal abgesehen braucht es von Zeit zu Zeit etwas Wartung und – je nach Besatzung – mehr oder weniger neue und geänderte Technik an Bord.

Bei HomeOffice wurde in diesem Jahr das Bugstrahlruder überholt und instand gesetzt. Die Kohlen im Motor waren total verschlissen und eine Kupplung gebrochen. Beides wurde vom lokalen Ausrüster/Reparaturbetrieb unseres Vertrauens erledigt.

Aber neben der Pflicht gibt es für den Boots- und Ausrüstungs-Begeisterten ja noch die Kür: das weite Feld des Zubehörs. So kam das Schiff dann dieses Jahr in den Genuss einer Satellitenantenne fürs TV (Flat ohne Motor), ein zusätzliches Radio (Autoradio am Aussensteuerstand) und eines UKW-Funkgerätes mit passender Antenne.

Zu den eher spassbefreiten (aber durchaus sinnvollen) Anschaffungen gehören ein neuer Staubsauger, ein großer Kühlschrank und ein Elektro-Backofen. Der Kühlschrank ist ein normales Haushaltsgerät mit 220 Volt und Kompressor. Ein gleichgosser 12Volt Kompressor-Kühlschrank hätte mindestens das fünffache gekostet. Die Stromversorgung wenn wir nicht am Landstrom hängen übernimmt der großzügig dimensionierte Wechselrichter, der sich aus den ebenfalls großzügig dimensionierte Batterien bedient. Diese wiederum werden gefüllt vom Motor (LIMA), 2 Solarpanels und mittels Landstrom im Hafen.
Weiterhin haben wir nun Rauchmelder und einen Gaswarner im Schiff.

Im Dezember wurde dann noch ein Frostwächter im Motorraum installiert. In diesem Fall ein kleiner elektrischer Öl-Radiator der über eine Thermostat-Steckdose angeschlossen ist. Ab 0 Grad Celsius schaltet das Thermostat die Heizung ein und bei 3 Grad + wieder aus. Somit haben wir die „Einwinterung“ auf ein Minimum reduziert – lediglich den Wassertank haben wir geleert und alle Wasserhähne offen gelassen. Bis jetzt jedenfalls – sehen wir mal, was der Winter noch bringt

An der 12 Volt Verkabelung habe ich auch einige Optimierungen vorgenommen. Von diversen „Fachleuten“ vor meiner Zeit wurden die Anschlüsse für die 12 V Installation offensichtlich gerne direkt mal vom Gerät auf die Batteriepole im Motorraum geklemmt. Und dazu mit den abenteuerlichsten Hilfsmitteln – einfach ein abisoliertes Kabel um den Pol gewickelt, Ringkabelschuhe aufgeschnitten damit sie auf die Pole passten und so weiter … wir sind dankbar dass uns nichts passiert ist.
Diese Konstrukte habe ich durch Stromverteiler mit Absicherungen für jeden Abgang sowie Masseverteiler ersetzt. Auch einige Kabel von der Dicke eines Telefondrahtes wurden durch angemessene Kabelquerschnitte ersetzt.

Sommertour 2016

4. Januar 2017 | Reisen / Trips | Permalink

Nach einigen Terminverschiebungen konnte es endlich losgehen. Unsere Sommertour 2016!

Der Wettbericht hörte sich gut an und die Tour Planung war abgeschlossen. Von Wessem ging es nach Venlo, zum Wassersportverein De Maas. Dieses Ziel war auch deshalb gewählt, weil wir ja auf der Suche nach einem neuen Heimathafen waren.  Die Sonne schien und unser erster Tag war so wie man es sich nur wünschen kann. Wir bekamen einen guten Liegeplatz zugewiesen und fühlten und recht wohl im Hafen. Die Hafenanlage ist schön bepflanzt, die Sanitäranlagen sehr gepflegt und im Restaurant sitzt man mit einem schönen Blick auf den Hafen gemütlich bei Speis und Trank.
Wir wussten, dass direkt neben dem Hafen die Autobahnbrücke liegt. Neu war uns, dass auf der anderen Seite ein Containerhafen ist, in dem die ganze Nacht gearbeitet wird. Das hat uns zwar nicht um den Schlaf gebracht, aber als möglicher Heimathafen für uns kam De Maas daher nicht in Betracht.

Weiter ging des von Venlo nach Cuijk (Asselte Plaasen). Ein kleiner, netter Vereinshafen und der Hafenmeister hat uns noch einen guten Tipp gegeben: Helmond…. Dazu aber später.

Leider fing es an zu regnen…. Soviel zu Wettervorhersagen.

Die nächste Etappe war Hedel . Ein kleiner, netter Hafen mit nur 35 Liegeplätzen. Eine Dusche und eine Toilette, aber auch das war ausreichend. Einen Supermarkt erreicht man nach ca. 5 Minuten Fußmarsch. Eine stark befahrene Brücke gibt es auch, aber nicht so laut, dass es einem den Schlaf raubt.

Von Hedel ging es durch den Regen und Wind nach Geertruidenberg. Ein kleiner, hübscher Hafen.
Allerdings hatte ich dort fast eine schlaflose Nacht, da das Hafenbecken/unser Liegeplatz nicht viel Platz zum Wenden ließ und nachdem hinter uns auch noch ein Segelschiff anlegte muss ich gestehen, dass ich dem nächsten Morgen schon mit mulmigem Gefühl entgegenblicke.
Gott sei Dank umsonst…. Kein Problem für Skipper Peter (obwohl ich glaube, ein wenig hat er auch geschwitzt).

Durch den Wilhelmina-Kanal ging es dann nach Tilburg. Auf dem Weg konnten wir wieder einmal über einen Skipper und sein egoistisches Verhalten in einer Schleuse nur den Kopf schütteln. Und nicht nur wir. Gott sei Dank fuhr dieser Skipper geradeaus weiter während wir rechts Richtung Piushafen fuhren. Vor der Brücke zum Hafen mussten wir warten und kamen so mit der Besatzung eines anderen Schiffs ins Gespräch über das gerade erlebte. Peter und Mitzi, ebenfalls mit dem Ziel Piushafen.  Die Sympathie war auf direkt da, und wir stellten fest, dass wir die gleichen weiteren Routenpläne hatten.

Der Piushafen hat uns sehr gefallen, daher sind wir dann zwei Nächte dort geblieben. Man liegt direkt an einer kaum befahrenen Straße mit Restaurants, Bäckerei, Eisdiele…. Ein Supermarkt ist in 5 Minuten erreichbar. In einem Bereich des Hafens gibt es viele alte Schiffe und da die Sonne endlich wieder da war, konnten wir auch einen schönen Spaziergang in die Stadt machen, draußen sitzen und essen und den Sommer genießen.  Die Sanitäranlagen sind zwar alt, aber dienen durchaus ihrem Zweck.

Piushafen… wir kommen wieder!

Weiter ging nun gemeinsam mit Peter und Familie Richtung Helmond. Wir mussten uns doch den Tipp des Hafenmeisters ansehen. Mittlerweile meinte der Sommer es gut mit uns. Zu gut für meinen Geschmack und auch für die Technik der Hebebrücke Hooigdonk. Zeigte das Signal gerade noch alles o.k. – schwups im nächsten Augenblick : rot-rot. Also anlegen und festmachen. Die beiden Skipper marschierten zum Brückenhaus und kamen mit der Information zurück: Wegen Hitze liegt ein Defekt vor. Normalerweise geht es dann in einer Stunde wieder weiter. Nach 40 Minuten hatte sich die Technik wieder erholt und wir konnten weiter und erreichten dann den „Geheimtipp“.

Super….. vor einer stillgelegten Brücke /Schleuse bei Aarle Rixtel Liegeplätze seitlich an der Wiese und ganz vorne breite, gepflegte Stege mit Stromanschluss! Prima!! Aldi in wenigen Minuten erreichbar… Holztische und Bänke… also auf ging es zum Grillabend. Auch Helmond/Aarle Rixtel werden wir wieder besuchen. Bestimmt!

Leider war nun auch schon fast das Ende unserer Tour erreicht.  Von Helmond ging es nun wieder Richtung Wessem. Bei schönstem Wetter über die Zuid Willemsvaart und den Wessem-Nederweert-Kanal bis Wessem. Natürlich durch unsere Lieblingsschleuse Panheel, bei mir auch die Teufelsschleuse genannt, aber dazu schreibe ich ein anderes Mal. Nun hieß es auch Abschied nehmen von unseren neuen holländischen Bootsfreunden Peter und Familie. Schnell noch ein Austausch der Emailadressen und ein fröhliches Winken und unsere Wege trennten sich. Zurück in Wessem, bei unerträglicher Hitze, gab es eine Unterbrechung des Urlaubs, eine traurige, da die Beisetzung von Uli anstand.

Die letzte Nacht des Sommerurlaubes verbrachten wir dann in Ohe en Laak, also nicht weit von unserem Heimathafen. Dort hatten wir einen schönen Liegeplatz, direkt an einem Kopfsteg. Es herrsche reger Bootsverkehr und wir hatten viel zu tun: Boote ansehen, grüßen und einfach vor dem Ventilator sitzen um die Hitze einigermaßen zu ertragen. Der Hafen liegt schön und das Hafenrestaurant lässt keine Wünsche offen. Am späten Nachmittag kam Gewitterstimmung auf.  Peter kontrollierte noch einmal alle Taue und ein zusätzlicher Fender wurde angebracht. Rings um uns herum: Gewitterblitze. Gegen 23.00 Uhr, wie hatten gerade oben am Steuerstand alles dicht gemacht ging es los: Es kam Wind auf, der immer stärker wurde und die ersten Tropfen fielen. Und dann brach ein wahres Unwetter (oder eher mehrere) los! Unglaublich. Wir lagen jedoch  durch den Deich relativ geschützt im Hafen. Auf der Maas gab es wohl ein Lichterfest und viele mit Lichtern dekorierte Boote kamen nun auf der Flucht vor dem Sturm in den sicheren Hafen. Alle eilig, aber in einem moderaten Tempo. Bis auf EINEN. Plötzlich hörte ich ein sehr lautes Geräusch… stand auf und konnte mich dann nur noch festkrallen den unsere HomeOffice machte einen Satz… gefühlt ist sie mindestens 1,50 Meter hochgesprungen. Gott sei Dank, es ist nichts passiert!! Aber ehrlich… so ein Idiot! Wie kann man nur!!! Weiter möchte ich mich dazu nicht auslassen.

Man nächsten Morgen ging es gemütlich zurück nach Wessem. Dort wurden wir von unseren Bootsnachbarn freudig und mit den Worten: Wo wart ihr als der Sturm losbrach? Habt ihr alles gut überstanden? Wie sich herausstellte, gab es wohl einige Boote, die unterwegs waren und während des Sturmes beschädigt wurden. Teilweise allerdings auch durch eigenes Verschulden und unachtsames Verhalten.

Insgesamt war unsere Tour sehr, sehr schön und wir freuen uns, wenn es in 2017 wieder los geht!

Traurig

4. Januar 2017 | Allgemein | Permalink

In diesem Sommer haben wir einen guten Freund, heiteren Bootskameraden, hilfsbereiten Stegnachbarn und geschätzten Bekannten verloren.

In der Nacht auf den 18. Juli ist Uli (das muß reichen, wer ihn kannte weiß ohnehin Bescheid) im Hafen auf dem heimatlichen Steg ertrunken. Er ist ins Wasser gefallen und nach Aussage der Ärzte wohl durch einen Schock untergegangen wie ein Stein und erst nach Stunden von Tauchern aus dem Wasser geborgen worden.

Wie jeder von uns hatte er seine guten und seine schlechten Seiten – seine Guten haben deutlich überwogen und bleiben in Erinnerung.

Der wohl einzige erfreuliche Aspekt daran war die Beisetzung. Erfreulich deswegen, weil es wohl genau so stattgefunden hat, wie er sich gewünscht haben würde.
Die Urne wurde auf der Maas (ganz in der Nähe des Hafens) im Rahmen einer wirklich schönen Feier mit vielen Bekannten, Freunden und der Familie beigesetzt. Ein Seemannsgrab.