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Die neuen Abenteuer

21. September 2017 / von Peter

Für Ende August haben wir dann eine Tour geplant. Die Route sollte ähnlich wie im letzten Jahr sein aber mit ein paar anderen Stationen und 2 Wochen dauern – dabei waren einige Ruhetage eingeplant. Der grobe Plan war die Maas hinab zu fahren bis Drimmelen und über Wilhelmina-Kanal und Zuid-Willemsvaart bis Maasbracht und dann über die Maas nach Beesel zurück.

Und wir hatten uns entschlossen uns ein Schlauchboot mit Motor zuzulegen. Der Wassersporthändler (und Servicebetrieb und Marina) Hermus in Roermond hatte an einem Samstag zum Ausprobieren diverser Schlauchis und Motoren eingeladen und wir hatten uns für die Kombination aus einem nicht ganz billigen aber dafür leichtem und stabilen Hochdruck-Luftboden-Schlauchboot mit einem Elektromotor entschieden. Die Probefahrt zeigte dass das ausreichend schnell und insbesondere für die Chefin kinderleicht zu handeln ist. Der Motor war ein MinnKota mit 1kW.

Der Plan war nun also am Freitag Abend nach Maasbracht zu fahren und am Samstag Morgen das neue Schlauchi mit Motor bei Hermus abzuholen und von da aus die Tour zu starten.
Am Samstag morgen merkten wir dann, dass das Bugstrahlruder nicht mehr ging. Und ohne das wollten wir nicht in den Urlaub starten. Also haben wir in Maasbracht die Firma angerufen, die uns damit bereits im Vorjahr geholfen hatte. Die sind wirklich hilfsbereit aber erwartungsgemäß war Samstag Nachmittags dann nichts mehr zu machen und so sind wir zurück nach Maasbracht gefahren. Wir hatten ja Urlaub und somit Zeit.
Am Montag kam dann der Mechaniker und nahm den Motor vom BSR (Bugstrahlruder) mit und brachte den am Dienstag zurück – lief wieder.

Wir sind dann am Dienstag noch losgefahren und in der Schleuse Belfeld kam dann das nächste Abenteuer. Beim Losfahren aus der Schleusenkammer heraus versagte wieder die Schaltung. Diesmal funktionierte das Gesgeben aber es ließ sich kein Gang einlegen.So eine Scheixxe!
Nach einigen Diskussionen hat uns die andere Yacht, die mit uns geschleust ist aus der Kammer an den Wartesteiger geschleppt. Obwohl sie ungefähr gleichgroß war hatte das Eignerpaar Angst um sein Schiff und hätte uns am Liebsten in der Kammer liegen lassen. Das war dem anwesenden Schleusenpersonal aber gar nicht Recht – zu unserem Glück.
Wie auch immer … am Wartesteiger haben wir dann den Mechaniker angerufen der im Frühjahr die Schaltung instand gesetzt hatte und mittels telefonisch geleiteter Fehlersuche konnten wir das Problem identifizieren und auch beheben.
Eine Kleinigkeit: die Klammer, die die ganze Schaltmimik am Getriebe festhält hatte sich gelöst und ist seitdem mit einer Schelle bombenfest gesichert.
Also weiterfahren nach Venlo – dort wollten wir im Stadthafen übernachten. Bei der Einfahrt in eine etwas ungünstig liegende Box (der letzte frei Platz dort) merkten wir, dass das BSR wieder nicht ging.
Mittlerweile wegen des Pechs etwas abgestumpft haben wir kommentarlos den Hafen verlassen und sind weitergefahren zum Vereinshafen Venlo weil man dort problemlos ohne BSR anlegen kann.
Dort haben wir noch den Reparaturbetrieb aus Maasbracht angerufen und uns wurde schnelle Hilfe zugesagt. Um es auch hier kurz zu machen … am nächsten Tag sind wir mit einem neuen Motor für das BSR dann endgültig zu unserer Tour aufgebrochen.

PS Die Rechnung in Sachen BSR die wir 3 Wochen nach unserem Urlaub erhielten war übrigens fair – den ersten Versuch hat er nicht berechnet.

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