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Sommertour 2016

4. Januar 2017 / von Martina

Nach einigen Terminverschiebungen konnte es endlich losgehen. Unsere Sommertour 2016!

Der Wettbericht hörte sich gut an und die Tour Planung war abgeschlossen. Von Wessem ging es nach Venlo, zum Wassersportverein De Maas. Dieses Ziel war auch deshalb gewählt, weil wir ja auf der Suche nach einem neuen Heimathafen waren.  Die Sonne schien und unser erster Tag war so wie man es sich nur wünschen kann. Wir bekamen einen guten Liegeplatz zugewiesen und fühlten und recht wohl im Hafen. Die Hafenanlage ist schön bepflanzt, die Sanitäranlagen sehr gepflegt und im Restaurant sitzt man mit einem schönen Blick auf den Hafen gemütlich bei Speis und Trank.
Wir wussten, dass direkt neben dem Hafen die Autobahnbrücke liegt. Neu war uns, dass auf der anderen Seite ein Containerhafen ist, in dem die ganze Nacht gearbeitet wird. Das hat uns zwar nicht um den Schlaf gebracht, aber als möglicher Heimathafen für uns kam De Maas daher nicht in Betracht.

Weiter ging des von Venlo nach Cuijk (Asselte Plaasen). Ein kleiner, netter Vereinshafen und der Hafenmeister hat uns noch einen guten Tipp gegeben: Helmond…. Dazu aber später.

Leider fing es an zu regnen…. Soviel zu Wettervorhersagen.

Die nächste Etappe war Hedel . Ein kleiner, netter Hafen mit nur 35 Liegeplätzen. Eine Dusche und eine Toilette, aber auch das war ausreichend. Einen Supermarkt erreicht man nach ca. 5 Minuten Fußmarsch. Eine stark befahrene Brücke gibt es auch, aber nicht so laut, dass es einem den Schlaf raubt.

Von Hedel ging es durch den Regen und Wind nach Geertruidenberg. Ein kleiner, hübscher Hafen.
Allerdings hatte ich dort fast eine schlaflose Nacht, da das Hafenbecken/unser Liegeplatz nicht viel Platz zum Wenden ließ und nachdem hinter uns auch noch ein Segelschiff anlegte muss ich gestehen, dass ich dem nächsten Morgen schon mit mulmigem Gefühl entgegenblicke.
Gott sei Dank umsonst…. Kein Problem für Skipper Peter (obwohl ich glaube, ein wenig hat er auch geschwitzt).

Durch den Wilhelmina-Kanal ging es dann nach Tilburg. Auf dem Weg konnten wir wieder einmal über einen Skipper und sein egoistisches Verhalten in einer Schleuse nur den Kopf schütteln. Und nicht nur wir. Gott sei Dank fuhr dieser Skipper geradeaus weiter während wir rechts Richtung Piushafen fuhren. Vor der Brücke zum Hafen mussten wir warten und kamen so mit der Besatzung eines anderen Schiffs ins Gespräch über das gerade erlebte. Peter und Mitzi, ebenfalls mit dem Ziel Piushafen.  Die Sympathie war auf direkt da, und wir stellten fest, dass wir die gleichen weiteren Routenpläne hatten.

Der Piushafen hat uns sehr gefallen, daher sind wir dann zwei Nächte dort geblieben. Man liegt direkt an einer kaum befahrenen Straße mit Restaurants, Bäckerei, Eisdiele…. Ein Supermarkt ist in 5 Minuten erreichbar. In einem Bereich des Hafens gibt es viele alte Schiffe und da die Sonne endlich wieder da war, konnten wir auch einen schönen Spaziergang in die Stadt machen, draußen sitzen und essen und den Sommer genießen.  Die Sanitäranlagen sind zwar alt, aber dienen durchaus ihrem Zweck.

Piushafen… wir kommen wieder!

Weiter ging nun gemeinsam mit Peter und Familie Richtung Helmond. Wir mussten uns doch den Tipp des Hafenmeisters ansehen. Mittlerweile meinte der Sommer es gut mit uns. Zu gut für meinen Geschmack und auch für die Technik der Hebebrücke Hooigdonk. Zeigte das Signal gerade noch alles o.k. – schwups im nächsten Augenblick : rot-rot. Also anlegen und festmachen. Die beiden Skipper marschierten zum Brückenhaus und kamen mit der Information zurück: Wegen Hitze liegt ein Defekt vor. Normalerweise geht es dann in einer Stunde wieder weiter. Nach 40 Minuten hatte sich die Technik wieder erholt und wir konnten weiter und erreichten dann den „Geheimtipp“.

Super….. vor einer stillgelegten Brücke /Schleuse bei Aarle Rixtel Liegeplätze seitlich an der Wiese und ganz vorne breite, gepflegte Stege mit Stromanschluss! Prima!! Aldi in wenigen Minuten erreichbar… Holztische und Bänke… also auf ging es zum Grillabend. Auch Helmond/Aarle Rixtel werden wir wieder besuchen. Bestimmt!

Leider war nun auch schon fast das Ende unserer Tour erreicht.  Von Helmond ging es nun wieder Richtung Wessem. Bei schönstem Wetter über die Zuid Willemsvaart und den Wessem-Nederweert-Kanal bis Wessem. Natürlich durch unsere Lieblingsschleuse Panheel, bei mir auch die Teufelsschleuse genannt, aber dazu schreibe ich ein anderes Mal. Nun hieß es auch Abschied nehmen von unseren neuen holländischen Bootsfreunden Peter und Familie. Schnell noch ein Austausch der Emailadressen und ein fröhliches Winken und unsere Wege trennten sich. Zurück in Wessem, bei unerträglicher Hitze, gab es eine Unterbrechung des Urlaubs, eine traurige, da die Beisetzung von Uli anstand.

Die letzte Nacht des Sommerurlaubes verbrachten wir dann in Ohe en Laak, also nicht weit von unserem Heimathafen. Dort hatten wir einen schönen Liegeplatz, direkt an einem Kopfsteg. Es herrsche reger Bootsverkehr und wir hatten viel zu tun: Boote ansehen, grüßen und einfach vor dem Ventilator sitzen um die Hitze einigermaßen zu ertragen. Der Hafen liegt schön und das Hafenrestaurant lässt keine Wünsche offen. Am späten Nachmittag kam Gewitterstimmung auf.  Peter kontrollierte noch einmal alle Taue und ein zusätzlicher Fender wurde angebracht. Rings um uns herum: Gewitterblitze. Gegen 23.00 Uhr, wie hatten gerade oben am Steuerstand alles dicht gemacht ging es los: Es kam Wind auf, der immer stärker wurde und die ersten Tropfen fielen. Und dann brach ein wahres Unwetter (oder eher mehrere) los! Unglaublich. Wir lagen jedoch  durch den Deich relativ geschützt im Hafen. Auf der Maas gab es wohl ein Lichterfest und viele mit Lichtern dekorierte Boote kamen nun auf der Flucht vor dem Sturm in den sicheren Hafen. Alle eilig, aber in einem moderaten Tempo. Bis auf EINEN. Plötzlich hörte ich ein sehr lautes Geräusch… stand auf und konnte mich dann nur noch festkrallen den unsere HomeOffice machte einen Satz… gefühlt ist sie mindestens 1,50 Meter hochgesprungen. Gott sei Dank, es ist nichts passiert!! Aber ehrlich… so ein Idiot! Wie kann man nur!!! Weiter möchte ich mich dazu nicht auslassen.

Man nächsten Morgen ging es gemütlich zurück nach Wessem. Dort wurden wir von unseren Bootsnachbarn freudig und mit den Worten: Wo wart ihr als der Sturm losbrach? Habt ihr alles gut überstanden? Wie sich herausstellte, gab es wohl einige Boote, die unterwegs waren und während des Sturmes beschädigt wurden. Teilweise allerdings auch durch eigenes Verschulden und unachtsames Verhalten.

Insgesamt war unsere Tour sehr, sehr schön und wir freuen uns, wenn es in 2017 wieder los geht!

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