MotorYacht HomeOffice 

Technik 2016

4. Januar 2017 / von Peter

So ein Schiff bringt immer Beschäftigung mit sich. Von den „normalen“ Tätigkeiten wie Putzen und Aufräumen mal abgesehen braucht es von Zeit zu Zeit etwas Wartung und – je nach Besatzung – mehr oder weniger neue und geänderte Technik an Bord.

Bei HomeOffice wurde in diesem Jahr das Bugstrahlruder überholt und instand gesetzt. Die Kohlen im Motor waren total verschlissen und eine Kupplung gebrochen. Beides wurde vom lokalen Ausrüster/Reparaturbetrieb unseres Vertrauens erledigt.

Aber neben der Pflicht gibt es für den Boots- und Ausrüstungs-Begeisterten ja noch die Kür: das weite Feld des Zubehörs. So kam das Schiff dann dieses Jahr in den Genuss einer Satellitenantenne fürs TV (Flat ohne Motor), ein zusätzliches Radio (Autoradio am Aussensteuerstand) und eines UKW-Funkgerätes mit passender Antenne.

Zu den eher spassbefreiten (aber durchaus sinnvollen) Anschaffungen gehören ein neuer Staubsauger, ein großer Kühlschrank und ein Elektro-Backofen. Der Kühlschrank ist ein normales Haushaltsgerät mit 220 Volt und Kompressor. Ein gleichgosser 12Volt Kompressor-Kühlschrank hätte mindestens das fünffache gekostet. Die Stromversorgung wenn wir nicht am Landstrom hängen übernimmt der großzügig dimensionierte Wechselrichter, der sich aus den ebenfalls großzügig dimensionierte Batterien bedient. Diese wiederum werden gefüllt vom Motor (LIMA), 2 Solarpanels und mittels Landstrom im Hafen.
Weiterhin haben wir nun Rauchmelder und einen Gaswarner im Schiff.

Im Dezember wurde dann noch ein Frostwächter im Motorraum installiert. In diesem Fall ein kleiner elektrischer Öl-Radiator der über eine Thermostat-Steckdose angeschlossen ist. Ab 0 Grad Celsius schaltet das Thermostat die Heizung ein und bei 3 Grad + wieder aus. Somit haben wir die „Einwinterung“ auf ein Minimum reduziert – lediglich den Wassertank haben wir geleert und alle Wasserhähne offen gelassen. Bis jetzt jedenfalls – sehen wir mal, was der Winter noch bringt

An der 12 Volt Verkabelung habe ich auch einige Optimierungen vorgenommen. Von diversen „Fachleuten“ vor meiner Zeit wurden die Anschlüsse für die 12 V Installation offensichtlich gerne direkt mal vom Gerät auf die Batteriepole im Motorraum geklemmt. Und dazu mit den abenteuerlichsten Hilfsmitteln – einfach ein abisoliertes Kabel um den Pol gewickelt, Ringkabelschuhe aufgeschnitten damit sie auf die Pole passten und so weiter … wir sind dankbar dass uns nichts passiert ist.
Diese Konstrukte habe ich durch Stromverteiler mit Absicherungen für jeden Abgang sowie Masseverteiler ersetzt. Auch einige Kabel von der Dicke eines Telefondrahtes wurden durch angemessene Kabelquerschnitte ersetzt.

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